Im Jahr 2015 feierte man den 140. Jahrestag seit der Geburt von Carl Gustav Jung und im Jahr 2016 den 160. Jahrestag seit der Geburt von Sigmund Freud und das 120. Jubiläum der Psychoanalyse, deren Geburt man mit dem Jahr 1896 bezieht, in dem Sigmund Freud den Termin „Psychoanalyse“ zum allerersten Mal verwendete. Außerdem, wenn wir uns ein kleines Zahlenspiel erlauben dürfen, so stellen wir fest, dass das Jahr 2016 genau 77 Jahre Freuds und 55 Jahre Jungs Tod markiert. Dies kann wohl noch ein Anlass zu einer festlichen Erinnerungsfeier dieser zwei grandiosen Geister sein – Väter der Psychoanalyse und Gründer der analytischen Psychologie, die durch ihre revolutionären Theorien einen maßgebenden und weitreichenden Einfluss auf die Wissenschaft, Philosophie, Theologie und allerlei Kultur des XX Jahrhunderts ausgeübt haben. Dies war der Anlass im Jahreswende 2015/2016 eine Ausstellung zu Ehren dieser Jubiläen in der Universitätsbibliothek zu veranstalten. Die Ausstellung wurde während Januar und Februar dem akademischen und allgemeinen Publikum sowie den Studierenden, die während der Prüfungsfrist noch mehr Zeit in der Bibliothek verbringen, verfügbar. Während der feierlichen Finissage, die am 23. Februar um 13 Uhr statt findet, werden Prof. Dr. Velimir B. Popović und Prof. Dr. Petar Jevremović über Freud sprechen.
Die Ausstellung Freud und/oder Jung ist die zweite Ausstellung im Rahmen des seit dem Jahr 2014 laufenden gemeinsamen Projekts „Die Großen der philosophischen Wissenschaften“ der Philosophischen Fakultät und der Universitätsbibliothek „Svetozar Marković“. Mit der Absicht den Zuspruch zu den Werken von Freud und Jung auf unserem Gebiet zu zeigen, haben wir ihre Werke auf Deutsch, die Übersetzungen sowie Deutungen und Studien dieser Werke seitens unserer Autoren ausgestellt. Diese Publikationen stammen aus dem reichen Bestand der Universitätsbibliothek, sowie der Österreich-Bibliothek. Diese unübertrefflichen Richtlinien zur Forschung von Freuds und Jungs Werk, die vor allem den Studierenden der Psychologie und ähnlichen Geisteswissenschaften von großer Bedeutung sind, eröffnen ein großes Feld der Deutungsmöglichkeiten, das, ebenso wie Freuds und Jungs ursprüngliches Werk, das Feld der Psychologie und Psychiatrie überschreitet: vom philosophischen Lesen von Freud, über die Beziehung zwischen der Psychoanalyse und Politik, Theologie und Kunst, einem großen Einfluss und der Pädagogik, bis hin zu Forschungen im Bereich der Anthropologie, Ethnologie und besonders Mythologie …
Autorinnen der Ausstellung: Dragana Mihailović und Vuka Jeremić