Kyrillische Handschriften
- das Liturgienbuch für März und April von 1344 bis 1345,
- die älteste Ausgabe des Lobpreises vom Heiligen Simeon und dem Heiligen Sava, geschrieben von Theodosius in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts,
- das Evangeliar aus der Mitte des 15. Jahrhunderts,
- die Handschrift aus Baranja aus dem Gesetzesbuch des Zaren Dušan, geschrieben Anfang des 16. Jahrhunderts und
- der Panegyrikus, geschrieben 1595 im Heiligen Dreifaltigkeitskloster in der Nähe von Pljevlja und viele andere.
Orientalische Handschriften
Die Sammlung der Handschriften in orientalischer Sprache beläuft sich auf 397 Handschriften in 633 Bänden auf Arabisch (498), Osmanisch (126) und Persisch (9). Die älteste Handschrift geht bis ins Jahr 1206 zurück. Vorwiegend in unserer geografischen Region geschrieben, befassen sich diese Handschriften meist mit Themen wie Jura, Geschichte, Literatur, Philosophie usw. Alle Handschriften aus dieser Sammlung wurden gescannt und dem elektronischen Katalog der Universitätsbibliothek, sowie der europäischen elektronischen Bibliothek Europeana Libraries beigefügt.
Die ältesten gedruckten Bücher
Die ältesten gedruckten Bücher in unserer Sammlung gehen bis in das 15. Jahrhundert zurück. Man sollte hier den Octoechos Primus und den 1494 in Cetinje gedruckten Psalter, sowie die handbemalte Nürnberger Biblia Latina aus dem Jahr 1477 angeben. Die aus dem 16. Jahrhundert stammende Buchsammlung Srbulje stellt einen sehr wichtigen Bestandteil der Bibliothek dar. Diese wurden in Venedig, Gračanica, Sebesch, Mileševa, Mrkšas Kirche, Shkodra, Trgovište und Belgrad gedruckt. Das unschätzbar wertvolle Exemplar dieser Sammlung stellt der 1539 in Gračanica gedruckte Octoechos dar, der eine herausragende Holzschnitzerei vom Gračanica Kloster auf der ersten Seite enthält. Das Original des 1552 in Belgrad gedruckten und gut aufbewahrten Evangeliars, ist auch ein beachtlicher Bestandteil dieser Sammlung.
Fremdsprachige Bücher vom 16. bis zum 17. Jahrhundert
Fremdsprachige Bücher machen einen wichtigen Bestandteil dieser Bibliothekssammlung aus. Hier werden nur die Wichtigsten darunter erwähnt.
- die erste Ausgabe von De institutione bene vivendi, geschrieben von Marko Marulić 1506 und gedruckt in Venedig
- Chronicorum turcicorum mit einer Schnitzerei der Belgrader Festung, gedruckt in Frankfurt am Main 1578
- La Geografia von Klaudios Ptolemaios, gedruckt in Venedig 1574,
- Il Regno degli Slavi von Marvo Orbini aus dem Jahr 1601 und
- der bekannte Mercators Atlas, der 1630 in Amsterdam gedruckt wurde und der eine Landkarte Serbiens enthält.
Bücher aus dem 18. Jahrhundert
Unter den vielen, aus dem 18. Jahrhundert stammenden Büchern sollten wir folgende Exemplare hervorheben: Die 1741 in Wien gedruckte Stemmatographia von Hristifor Žefarović, Bukvar (zu Deutsch: Die Fibel) von Zaharije Orfelin (Venedig, 1767), Život i prikljucenija von Dositej Obradović (Leipzig, 1783), Die Geschichte der verschiedenen slawischen Völker von Jovan Rajić (Wien, 1794), die 1768 in Venedig herausgegebene erste serbische Zeitschrift Slaveno-serbski magazin von Zaharije Orfelin und die, von 1792 bis 1794 in Wien gedruckte, erste serbische Zeitung Slaveno-serbske vjedomosti.
Bücher aus dem 19. Jahrhundert
Periodika
Unter den aufbewahrten Periodika der Universitätsbibliothek befinden sich: Zabavnik von Dimitrije Davidovic, aus dem Jahr 1834, die erste Ausgabe der, 1834 in Kragujevac herausgegebenen Srpske Novine (zu Deutsch: Serbische Zeitung), die 1813 von Davidović und Frušić in Wien herausgegebene Novine Serbske, die 1850 von Ljuba Nenadovic herausgegebene, in Zagreb gedruckte Danica von Ljudevit Gaj aus dem Jahr 1836 und viele andere.
Archiv
Unsere beachtliche Archivsammlung enthält Briefe und Dokumente, die zwischen dem späten 17. und 20. Jahrhundert entstanden sind. Der größte Bestandteil dieser Sammlung besteht aus Briefwechseln zwischen damalig namhaften Persönlichkeiten mit über 4.000 Exemplaren und ca. 22.000 gedruckten Seiten.
Landkarten und Atlanten
Die Sammlung der Landkarten und Atlanten enthält alte Landkarten, die die Geschichte Serbiens schildern. Besonders hervorstechend sind darunter die Kupfer-Gravuren der Belgrader Stadtplanung aus dem 18. Jahrhundert.
Der Digitalisierungsprozess der wertvollsten, rarsten Bücher und Archivmaterialien ist in vollem Gange und wird nach und nach dem digitalen Repositorium des elektronischen Katalogs hinzugefügt.