Neunzig Jahre ist es her, als am 24. Mai 1926 das neue Gebäude der Universitätsbibliothek eröffnet wurde. Durch diese Jubiläumsfeier begeht die Universitätsbibliothek den Tag der Heiligen Kyrill und Method, auch bekannt als Tag der slawischen Alphabetisierung und Kultur. Anlässlich dessen organisiert  die Universitätsbibliothek „Svetozar Marković” die Ausstellung „Digitales Kyrillisch“, begleitet von einer virtuellen- und einer Web-Ausstellung.

Folgende Personen werden bei der festlichen Eröffnung im Carnegiesaal am 24. Mai 2016 Reden und Vorträge halten:

Prof. Dr. Vladimir Bumbaširević, Rektor der Universität Belgrad, Prof. Dr. Aleksandar Jerkov, Leiter der Universitätsbibliothek „Svetozar Marković”, Tamara Butigan Vučaj, stellvertretende Leiterin der Serbischen Nationalbibliothek, Dr. Adam Sofronijević, stellvertretender Leiter der Universitätsbibliothek „Svetozar Marković” und über Skype Prof. Dr. Günter Mühlberger von der Universität Innsbruck und Mr. Claus Gravenhorst, Director Strategic Initiatives bei CCS Content Conversion Specialists GmbH in Hamburg.

Die Eröffnung wird als live-stream unter folgendem Link aufrufbar sein.

 

Bei der Buchauswahl werden neben dem Werk und Einfluß von Kyrill und Method auch serbische Übersetzungen slawischer Literatur, die von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Anfang des Ersten Weltkriegs veröffentlicht wurden, präsentiert. Diese Übersetzungen erweckten die historischen Beziehungen zwischen den Serben und anderen slawischen Völkern zu neuem Leben.  Die Einheit dieser Völker wurde vor 1000 Jahren ursprünglich durch Kyrill und Method gefestigt. Die Autoren dieser Ausstellung sind Bibliothekare der Universitätsbibliothek „Svetozar Marković”, Dr. Zoran Bajin, Vesna Vuksan und Milena Kostić.

Die vorher für das Durchblättern benutzten Karten aus dem Zettelkatalog sind jetzt digitalisiert und werden auf der Ausstellung gezeigt. Die Karten wurden innerhalb des Projekts „Herstellung eines einheitlichen Katalogs der  Universitätsbibliothek „Svetozar Marković” digitalisiert. Das Projekt wurde 2015 durch das Ministerium für Kultur und Information der Republik Serbien unterstützt.

 

Mit der Absicht die raren Bücher zu schützen und mit den neuesten technologischen Trends Schritt zu halten, erwarb die Bibliothek die „Magic Box“, eine Vitrine, die eine virtuelle, jedoch vollkommen realistische Erfahrung des Blätterns durch die wertvollen und geschützten Bibliothekssammlungen anbietet.

Das Evangeliar, wird als  eines der bemerkenswertesten Exemplare der Manuskripte, die mithilfe der Schrift verfasst wurden, die Kyrill und Method dem slawischen Volk hinterlassen haben, auf der Austellung gezeigt werden.

Mithilfe des interaktiven Bildschirms kann man das digitalisierte Evangeliar, aber auch die alten kyrillischen Schriften, historische Zeitungen, Fotografien und die in den Vitrinen ausgestellten Bücher durchblättern.

 

Willkommen in die Welt des „Digitalen Kyrillisch“!